Belmondo of white Skydog

Der Preis eines Welpen, oft eine der ersten Fragen, die gestellt wird und meistens mit einem schlucken beendet wird.

 

Ich möchte hier etwas Aufklärungsarbeit leisten und Ihnen ein paar routinemäßige Aufwendungen, die ein Züchter hat aufzeigen :


 -Tierärztliche Untersuchung auf Erbfehler + allg. Gesundheitscheck
( HD / ED – röntgen + die normalen Impf- und Wurmkuren  )

-Zuchttauglichkeitsprüfung der Zuchthunde
( Wesens & Formwertbenotung Meldegeld um die 50 € +   Fahrtkosten )

-Fahrtkosten zu Zuchtschauen
( eine kostet meistens um die 40-50 Euro Meldegeld + Fahrtkosten )

-Bluttest oder Abstrich, um Decktag zu ermitteln
( um die 30 – 40 € pro Untersuchung )

-Deckgebühr
( meistens ein Welpenpreis )

-Fahrtkosten zum Deckrüden
( je nachdem ob der auserwählte in der Nähe wohnt oder Europaweit ausgesucht wurde )

-Ultraschall um eine Trächtigkeit der Hündin festzustellen
( um die 30 – 40 € pro Untersuchung )

-Spielzeug und Kauartikel für Welpen

-Anzeigen in Zeitschriften, Zeitungen

-erste Wurfabnahme innerhalb der 7 Lebenstage der Welpen durch eine Tierarzt oder Zuchtwart
( unterschiedlich jenach Aufwand )

- Spezielle Welpennahrung zum zufüttern ab der 3. / 4. Lebenswoche um die Mutterhündin zu entlasten

- mehrfaches entwurmen der Welpen und der Mutterhündin während der Aufzucht

-Gesundheitscheck , Impfung und Chippen der Welpen beim Tierarzt im Alter von 8 Wochen
( pro Welpe um die 25 –30 Euro )

-Endabnahme und Zwingerkontrolle durch Zuchtwart
( Aufwandsentschädigung + Fahrtkosten für den Zuchtwart )

-Verbandsaufwendungen (Jahresbeitrag, Zwingerschutz, Eintrag von Zuchttauglichkeit, etc.)

-Ahnentafel der Welpen
( zwischen 30- 60 € pro Ahnentafel jenach Vereinszugehörigkeit )

- evtl. Homöopathie/med. Apotheke / Aufbaupräperate für die Mutterhündin

-Welpen-Grundausstattung für die ersten Wochen im neuen zu Hause
 
Dabei sind noch keine Aufwendungen bei Komplikationen, wie z.B bei Geburtststörungen muss ein Tierarzt kommen (Kaiserschnitt, Wehenspritze, zurückbehaltene Nachgeburten, Gesäugeentzündung etc., Sonntags-/Nachtzuschlag). Bei Totgeburten oder verstorbenen Welpen muss eine Obduktion die Ursache klären, evtl. eine Analyse der Muttermilch, selbstverständlich Behandlung kränkelnder Welpen u.s.w.. Alles zusammen kommen da schnell noch mal 500 € extra zusammen. Bei einem kleinen Wurf ist es also kaum Möglich die kosten zu decken, erst ab einer Welpenanzahl von 4 Welpen, könnte man, wenn alles gut geht damit rechnen gerade alle Kosten zu decken.
 
Die Laufenden kosten für die Stammhunde und weitere Ausgaben für Fachliteratur, Fortbildungsveranstaltungen, Hundesteuer, Hundehalter- Haftpflichtversicherung, sonstige Tierarztkosten für das Rudel, Renovierungskosten ect. sind gänzlich außer Acht gelassen.
 
Um nun noch mal die Anfangsfrage zu beantworten :
 
Es sind tausend Puzzlesteinchen (siehe obige Auflistung), die einen höheren Preis um ca. 1000 - 1200 Euro rechtfertigen, wenn dann mal ein außergewöhnlich guter Hund mehr kostet ist auch das gerechtfertigt, denn dafür hat man ja auch mal Welpen im Wurf, die unter Preis verkauft werden müssen. Mich wundert es dabei immer wieder, dass der "Beste Freund des Menschen" von manchen Leuten nur nach dem Preis ausgewählt wird, anstatt auf Prägung, Charakter, Gesundheit, etc. zu achten und das Herz sprechen zu lassen.
Da wird ein Züchter nach dem anderen abtelefoniert und die einzige Frage, die gestellt wird, ist die nach dem Preis. Ich glaube nicht, dass Sie genau dort, wo Sie den billigsten Hund angeboten bekommen auch den richtigen 

(und hoffentlich gesunden), für Sie passenden Hund für sich und Ihre Familie finden werden.


Wir möchten Ihnen nur eins empfehlen, informieren Sie sich vorher. Besuchen sie möglichst mehrere Züchter, lassen sie sich nicht nur einen Welpen zeigen, sondern auch die Althunde und deren Unterbringung. Nehmen Sie sich Zeit und beobachten Sie die Welpen in Ihrem Verhalten mit dem Rudel und den Geschwistern, es gibt mutige und schüchterne, wie bei uns Menschen auch, dass ist noch nichts Negatives. Aber seien Sie achtsam, wenn Welpen auch noch nach 20 Minuten zitternd in einer Ecke sitzen und sich nicht vortrauen. Aber auch ein dominanter Welpe muss nicht die erste Wahl für jedermann sein. Ein guter Züchter wird Sie immer über die einzelnen Charaktere der Welpen informieren.

Familie Behrmann http://www.weissehimmelhunde.de

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